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Fertigung
 
 
Unter Fertigung versteht man den Vorgang des Zusammensetzens von bereits vorhandenen Komponenten zu einem neuen Produkt. Sie umfasst alle technischen Maßnahmen zur Herstellung von Materialien oder Erzeugnissen. Die Fertigung kann auf zwei Arten organisiert werden: Als Fliessfertigung (klassische Fließbandproduktion) oder als Werkstattfertigung (in Gruppen organisierte Arbeitsgänge). Insbesondere bei Unternehmungen, die in Einzel- oder Serienfertigung Produkte herstellen, kann keine langfristige Produktionsplanung erfolgen. Vielmehr werden Kundenaufträge dynamisch angenommen und müssen dann entsprechend koordiniert werden.
 
Fragen
  • Wie minimiere ich die Durchlaufzeiten und die Kapitalbindung bei der Produktion?
  • Lohnt es sich für das Unternehmen, Teile der Produktion an Fremdfirmen abzugeben (Stichwort Outsourcing)?
  • Wo liegen die Bottlenecks, und lohnt sich die Eliminierung durch Anschaffung weiterer Maschinen?
Beispiel
Ein Produzent von elektronischen Kleingeräten hat seine Fertigung als Werkstattfertigung aufgebaut. Zwischen den einzelnen Fertigungsgruppen, die aus Einzelteilen Baugruppen zusammensetzen, werden die Zwischenerzeugnisse direkt an den Fertigungsplätzen zwischengelagert. Die Überwachung des Gesamtsystems kann nur rudimentär durch Betrachtung getrennter Datenbestände erfolgen. Dem Fertigungsleiter fehlt der Überblick, welche Materialien und Zwischenerzeugnisse sich in welcher Menge wo befinden.
 
Lösung
Einführung einer OLAP-Anwendung zur Bündelung bereits vorhandener Bestandsdaten.
 
Ergebnis
Durch die interaktive Benutzeroberfläche der OLAP-Lösung können Materialdurchsätze der Fertigungsgruppen, Lagerbestände und Produktmengenanforderungen in beliebiger Weise kombiniert werden. Dadurch lassen sich Einflüsse durch Fertigungsprozesse, Maschinen und Personenkapazität ausbalancieren. Durch die zeitliche Rückverfolgung und die Skalierung bis auf Maschinenebene kann die Wirksamkeit der getroffenen Maßnahmen überwacht und im nachhinein bewertet werden. Die Durchlaufzeit der einzelnen Produkte wird durch Vermeidung von Materialbergen an den Arbeitsplätzen und Fehlmaterial erheblich reduziert. Die Fertigung wird insgesamt effizienter und durch schlanke Zwischenlagerhaltung kostengünstiger.